PUNKT 2: WIR STOPPEN DEN BODENFRAß

Boden ist Leben

Wir Grüne wollen die nicht wegzudenkenden Grünflächen, die Grüne Lunge Vorarlbergs, für alle hier lebenden Menschen bewahren. Auch unsere Kinder und Enkelkinder sollen unsere wertvollen Naherholungsgebiete genießen können. Boden ist Lebensgrundlage. Es ist unsere Aufgabe, diesen intakt und gesund zu halten, damit er weiterhin Quelle für regionale Lebensmittel und Speicher für CO2 sein kann.

Jedoch verschwinden in Vorarlberg unbebaute Flächen, Grünland und Wiesen rasend schnell. Anstelle des lebenden Bodens versiegeln Straßen und Gebäude die Erde. Es ist unser Grünes Ziel, die Weiterentwicklung von Vorarlberg ohne zusätzlichen Bodenverbrauch zu gewährleisten und somit den Bodenfraß zu stoppen.

Gesunder Boden ist Klimaschutz

Ein gesunder Boden ist wesentlich für den Klimaschutz. Er ist nicht nur die notwendige Grundlage für Pflanzenwachstum und Garant für Artenvielfalt. Unbebaute Flächen speichern zusätzlich im obersten Meter der Erde bedeutende Mengen an CO2. Damit sind gesunde Böden ein kostengünstiger Klima- und Artenschutz.

Immenser Bodenfraß in Vorarlberg

In Vorarlberg verschwinden täglich 11.000 Quadratmeter an wertvollen unbebauten Flächen. Das sind etwa 2,5 Fussballfelder, die täglich versiegelt werden. Seit 2006 wurden in Vorarlberg 47 Quadratkilometer – das ist eine Fläche von Feldkirch und Lauterach zusammen – verbaut. Mit der Versiegelung verlieren wir eine zentrale Lebensgrundlage, die nicht wieder rückgängig zu machen ist.

Sparsame und vorausblickende Bodennutzung

Wir Grüne wollen eine sparsame und vorausblickende Nutzung unserer Flächen. Das heißt: ein fairer Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Interesse, Grünraum zu erhalten:

  • Bereits gewidmete Flächen nutzen: Die ausreichend vorhandenen bereits gewidmeten Flächen für wirtschaftliche Entwicklung und Wohnungsbau nutzen.

  • Grünes Kompensationsmodell: Grünraum nur dann umwidmen, wenn als Kompensation gleichwertige Grünflächen zur Verfügung gestellt werden.

  • Bauen nur nach Bedarf: Baulandwidmungen nur mit Bedarfsnachweis genehmigen.

  • Bodenwertzuwachsabgabe: Damit Böden keine Spekulationsobjekte mehr sind, werden Widmungsgewinne dem Bodenfonds zugeführt.

  • Ortskerne stärken: Einkaufszentren am Ortsrand und auf der grünen Wiese werden nicht mehr genehmigt.

  • Baulandmobilisierung: Ungenutztes Bauland über 1.000 m2 wird innerhalb von 20 Jahren veräußert oder bebaut.

  • Gemeindeübergreifende Raumplanung: Damit Flächenverbrauch und Zersiedelung verhindert wird.

  • Flächen Entsiegeln: Versiegelte Flächen wie Parkplätze durch wasser- und luftdurchlässige Bodenbeläge öffnen.